Das lange Warten hat ein Ende!

Mit viel Freude hielten die Verwaltung der Gemeinde Wiefelstede und der Verein Heimatmuseum Wiefelstede den langersehnten Förderbescheid für den Neubau eines Veranstaltungszentrums im Heimatmuseum in der Hand. Da die Verwaltung alle Vorbereitungsaufgaben erledigt hat, können die Firmen zügig mit dem Bau beginnen.

Das Projekt wird mit 345.000,00 Euro bezuschusst. Das entspricht dem erwarteten Fördersatz von knapp 80%.

Das Heimatmuseum verfügt nach Fertigstellung über einen Raum, in dem Kleinkunstveranstaltungen, Vorträge und Einführungen in die Ausstellungen angeboten werden können. Auch für die Kooperation mit der Oberschule Wiefelstede steht dann ein Raum zur Verfügung, in dem die Schülerinnen und Schüler, die im Museum gemachten praktischen Erfahrungen, im Gespräch vertiefen können.   An freien Tagen haben die Vereine der Gemeinde Wiefelstede die Möglichkeit, mit Gruppen in den Räumen des Heimatmuseums zu tagen zu tagen.

Das Veranstaltungszentrum eröffnet der Gemeinde Wiefelstede ebenfalls die Möglichkeit, in dieser historischen Kulisse Trauungen vornehmen zu können.

Zusätzlich wird dort eine der inzwischen über 12000 Behindertentoiletten in Deutschland eingebaut, die mit einem internationalen „Euroschlüssel“ geöffnet werden können.

Aktion Storch

Das Heimatmuseum Wiefelstede hat ein großes Interesse daran, Berichte von Kindern und Jugendlichen zu bekommen, die nach dem Krieg durch die Aktion in die Gemeinde Wiefelstede gekommen sind. Zeitzeugen mögen sich bitte über das Kontaktformular dieser Homepage melden. 

Ausstellungseröffnung:  Dreierlei

Ab sofort sind unsere Bücher auch hier erhältlich!

Bild: Wolfgang Wittig (NWZ)

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Die Wolfsangel

Wer die Gemeinde Wiefelstede kennenlernt, stößt unweigerlich auf das Wappen mit der Wolfsangel. Die Farben Rot und Gold zeigen die historische Verbindung zum Herzogtum Oldenburg, in deren Wappen diese Farben ebenfalls vorherrschend sind. Die Wolfsangel ist ein viele Jahrhunderte altes Symbol für den Kampf der Menschen gegen den Wolf.

Wölfe waren im Mittelalter eine weitverbreitete Plage und von den Bauern, die ihre Tiere schützen wollten und mussten, sehr gefürchtet. Nachdem die Viehhaltung sich immer mehr verbreitete, vergrößerten sich auch die Wolfsrudel. Ein Wolf bringt jährlich etwa 3–9 Welpen zur Welt. Nächtlich Streifzüge von mehr als 60 Kilometern stellen für den Wolf kein Problem dar. Die Jagd war lange Zeit dem Adel vorbehalten, der erst nach und nach den Wolf zur Jagd für Jedermann freigab, weil sich auch ihre Wildbestände spürbar verringerten. Schon bald gab es Prämien von mehreren Talern für einen erlegten Wolf. Das machte die Jagd auf den Wolf für den Bestandsschutz der eigenen Tiere interessant, aber auch als willkommenes Zusatzeinkommen.

Bevor die Schusswaffen verbreitet waren, waren der Kreativität und auch der Grausamkeit, mit der Wölfe erlegt wurden, keine Grenzen gesetzt. Konrad Gessner ein Züricher Naturforscher schrieb schon 1551:

«Der Wolff ist ein rauberisches, schädliches und frässiges Thier, wird von fast allen anderen gehasset und geflohen.»

Der Hass auf den Wolf wurde gefüttert von allerlei Mythen und Märchen, von denen „Rotkäppchen und der Wolf“ und „Der Wolf und die sieben Geißlein“ hier zu Lande sicherlich am weitesten verbreitet sind. Aber auch der Mythos vom menschenwandelnden Werwolf, war weit verbreitet. Menschen, die sich angeblich in die Wolfsgestalt wandeln konnten und mit dem Teufel im Kontakt waren, sollen Unheil angerichtet haben. Man lastete ihnen an, Tiere, Menschen und vor allem auch Kinder gerissen haben. Wie bei den Hexenprozessen kam es dazu, dass Männer verurteilt wurden, weil sie in Wolfsgestalt gemordet, vergewaltigt und große Mengen an Vieh getötet haben sollen. Die Taten wurden meist unter der Folter gestanden und als Strafe galt ein langsamer und qualvoller Tod durch den Henker als angemessen.

Das alles brachte Menschen dazu, ohne jegliches Mitleid den Wolf zu verfolgen. Fangeisen wurden benutzt, Fallgruben und spezielle Giftkugeln mit Eisenhut. Die Wolfsangel wurde mit einem Köder in den Baum geschlagen und wenn der Wolf den Köder schnappte, blieb er in dem Widerhaken hängen und verschied elendiglich. Es gab sehr unterschiedliche Wolfsangeln, die letztlich alle nach dem gleichen Prinzip funktionierten. Der Wolf schnappte nach einem Köder, der z.B. in etwa 1,40 Meter Höhe an einer Wolfsangel aufgehängt war. Er musste hochspringen und biss sich an dem Haken fest, der in seinem Rachen stecken blieb. Kleinere Haken waren so platziert, dass sie im Schlund steckenblieben.

 

Eine beliebte Methode war es, den Wolf an Bändern mit befestigten Lappen entlang, in ein Netz zu jagen, in dem er dann mit Knüppeln und Keulen erschlagen wurde. Ein Wolf, der ausbrach, war dann halt „durch die Lappen gegangen“. Es gab auch in die Erde gemauerte Fallgruben, in die der Wolf mit Hilfe von Ködern gelockt wurde. Hier erstach man ihn mit einem Speer und zur Sicherheit kam wieder die Keule zum Einsatz. Diese Wolfsfallen sind noch mancherorts zu besichtigen.

Wolf war auch der Deckname von Adolf Hitler, der den Wolf sehr verehrt hat. Der Wehrhaftigkeit des Wolfes galt sein besonderes Interesse. Die SS und andere faschistische Organisationen übernahmen die Wolfsangeln in verschiedenen Formen und Ausprägingen als Symbol. Folgerichtig sind Symbole, die die Wolfsangel in Verbindung mit dem Nazionalsozialismus darstellen, verboten.

Das Wiefelsteder Wappen hat seinen Ursprung in der Hausmarke der Familie Hinrichs von 1587. Es ist die älteste Hausmarke im Ammerland. Das Haus steht immer noch an der August Hinrichs-Straße. Im Frühjahr 1965 kam die endgültige Genehmigung, die beiden Wolfangeln im Wappen der Gemeinde zu führen. Die Farben lehnen sich an die Farben des ältesten Oldenburger Wappens an.

Die vielfältige Suche nach einer alten Wolfsangel durch das Heimatmuseum hatte keinen Erfolg. Ein Schmied in Hessen, der auch für Museen arbeitet, hat uns schließlich zwei Wolfsangeln geschmiedet. Ein Schmied in Neusüdende hat ebenfalls noch ein Exemplar hinzugefügt. Sie gehören ab sofort zu den Exponaten des Heimatmuseums.

Eckard Klages

                      

Vor oder nach der Torte:                                                                           Ein Spaziergang ins Heimatmuseum!

                           Die Ausstellung ist geöffnet:

                       Sonnabend: 15.00 Uhr - 18.00 Uhr                 Sonntag: 14.00 Uhr - 18.00 Uhr

   

Das erste Wochenende mit Wiederöffnung haben wir geschafft. Es war einfach klasse! Die Besuchszeit müssen wir auf eine Stunde erhöhen. Eine halbe Stunde reicht nicht aus, um all die tollen Beiträge zu lesen. Bitte meldet euch wieder an. Wer am nächsten Wochenende sich noch anmelden möchte, kann das zur Besuchszeit ebenfalls tun. Wer die Ausstellung in der Woche besuchen möchte, ist in der Zeit von 9.00 Uhr - 13.00 Uhr ebenfalls herzlich eingeladen, ebenfalls mit Voranmeldung.

Geöffnet ist am Wochenende (Sa/So) jeweils von 14 bis 18 Uhr. 

Anmeldung von Montag bis Freitag von 9 bis 13 Uhr unter ✆ 0 44 02/8 63 97 16. Oder per E-Mail: heimatmuseum.wiefelstede@ewetel.de

 

Hallo Niedersachsen im Heimatmuseum Wiefelstede:

Öffnungszeiten: Sonnabend 16.00 Uhr - 18.00 Uhr  -  Sonntag 14.00 - 18.00 Uhr und nach Vereinbarung 

  Fotos von der Ausstellungseröffnung:  Pia Mandewirth

Ganz lieber Besuch aus der Gemeinde Wiefelstede. Mit einer Führung im und durch das Heimatmuseum, die Galerie und das Freilichtmuseum. Führungen durch das Freiluftmuseum nur nach Voranmeldung: 044028639716  - eckardklages@aol.com

 

                     Bierverkostung im Heimatmuseum                                                    Traditionelle Braukunst                                      "Wiefelsteder Oold"

Historische Dachpfannen für unsere Remise

 

Heimatmuseum Wiefelstede - Hauptstraße 11

Bilder aus dem Heimatmuseum

Öffnungszeiten: Sonnabend 16.00 Uhr - 18.00 Uhr  -  Sonntag 14.00 - 18.00 Uhr und nach Vereinbarung 

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